So haben wir das auch geschafft. Die beiden Halbfinals sind durch und für diesen Samstag steht die Riege der Teilnehmer fest. Ich war doch ein wenig überrascht, denn bisher war das zweite Halbfinale auch immer das stärker besetzte, dieses Jahr aber nicht.

So fand ich auch wesentlich weniger Songs, die mir auffielen, aber dafür alle weiter gekommen sind:
Norwegen
Australien
Schweden
Ukraine

Gerade bei den Songs aus Norwegen und Schweden zeigte sich, wie das Publikum in der Halle abging, was für Samstag auf echt gute Stimmung hoffen lässt. Schön zu sehen, das der ESC Zug mit Portugal da eine sehr schöne Station gefunden hat.
Interessant ist auch das Ausscheiden Rußlands. Obwohl etliche andere ehemalige Teilrepubliken der ehemaligen UDSSR im Halbfinale waren, reichte es für den perfekt produzierten (aber aus meiner Sicht zu glatten) Beitrag nicht. Auch wenn nicht wie letztes Jahr, die massive Politisierung des ESC ein Thema ist, so spiegelt sich doch das Tagesgeschäft Europas in dieser Entscheidung wieder. Tja Europa wie es singt und lacht eben 😉 So und nun auf Samstag freuen und alles für die große Sause vorbereiten 🙂

Tja nun ist es mal wieder soweit. Der ESC Zug rollt und ich habe natürlich erwartungsgemäß vor der Glotze gehangen. Das Ergebnis des Halbfinales war dann eher durchwachsen, aber sowas ist man ja mittlerweile gewöhnt.

Für mich sah die Bilanz dann dann auch eher etwas mager aus. Mich haben vor allem diese Songs aufgeweckt:
Belgien -> ausgeschieden
Tschechien -> im Final
Litauen -> im Finale
Österreich -> Im Finale
Griechenland -> ausgeschieden
Irland -> Im Finale

Was mich dann doch sehr gewundert hat war der israelische Beitrag. Gut zugegeben auch bei Tschechien war die Präsentation Richtung schräg angelegt, aber das ist ja auch gute Tradition. Israel galt aber als einer der Favoriten bisher, und das sehe ich bei diesem Beitrag nun leider so gar nicht. Die Präsentation ist schrill und fällt auf … ok, aber es braucht schon mehr als ein Regal mit Winkekatzen, um mich hinter dem Ofen hervor zu locken.
Und das hat der Beitrag nicht geschafft, irgendwie ist davon gar nichts im Ohr geblieben.
Um so mehr im Kopf geblieben ist der furchtbare Kommetar von Kollegen Urban …. es wird hier wirklich mal Zeit, dass hier das Staffelholz weitergegeben wird.

 

Tja da war er wieder und dann auch gleich schon wieder weg? Einige von euch scheinen das gedacht zu haben, und haben dann tatsächlich bei mir eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Als Lessons Learned würde ich an dieser Stelle sagen, dass es echt suboptimal ist, wenn man einen Blog neu startet und das genau in eine Zeit legt, in der man dann von allen möglichen anderen Dingen von der aktiven Gestaltung abgehalten wird. Auch meine Idee Kleinigkeiten auf dem Blog zu posten, muss sich bei mir noch setzen. Irgendwie habe ich im Kopf immer noch das „große Artikelkonzept“ … da dauert der Wechsel zum „Paninialbum mit großen und kleinen Bildern … und seltenen Glitzerstickern“ wohl noch ein wenig.

Aber Stichwort Wechsel … Vor etlichen Jahren habe ich ja nun diesen Blog stillgelegt und Youtube als neue Schiene aufgemacht. Die Idee meine Artikel einfach einzusprechen erschien … und erscheint mir immer noch, als ein ziemlich probates Mittel, über welches sich kommunizieren und auch interagieren lässt. Leider habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Die wichtigste Erkenntnis aus über 1600 Youtube Videos ist, dass ich einfach nicht das richtige Youtubematerial bin. Um den Mainstream zu erreichen müsste ich meine Persönlichkeit in einer Weise ändern, die ich nicht willens bin, denn wenn man sich den durchschnittlichen Youtuber (aus deutschen Landen wohlgemerkt) ansieht, so ist das ein Typus Mensch, der mit mir ungefähr genauso viel gemeinsam hat wie Helene Fischer. Dies würde also bedeuten, dass ich diverse Dinge machen müsste, auf die ich weder Bock, Noch Zeit dafür habe. Das ist aber aus meiner Sicht auch ok.
Aufgrund meiner begrenzten Zeit habe ich auch nicht wirklich damit gerechnet, dass hier hundertausende Follower zusammen kämen. Ich wollte das auch gar nicht, weil in größeren Gruppen automatisch auch die Anzahl der Arschlöcher steigen würde … und darauf konnte ich dann auch getrost verzichten.
Auch die Art, wie ich meine Videos machen, sind sicher keine Massenware gewesen, denn mit einer Länge vom im Durschnitt 30 – 60 Minuten lagen sie weit jenseits der maximalen Aufmerksamkeitsspanne eines Youtubeusers, der nicht weiß, wie er mit den Videocontrols umgehen muß. Da ich aber nicht wirklich mich in den Vordergrund stellen wollte (außer bei einer Serie, die auch wirklich als Talk und Meinungsformat geplant war), sondern die Spiele, hätte mich also da der ausbleibende Publikumsverkehr auch nicht weiter gekratzt.
Also alles tuti.
Youtube sah das anders. Aufgrund der Probleme mit Werbetreibenden im Jahr 2017 sah sich Youtube gezwungen die Richtlinien für die Monetarisierung von Kanälen zu ändern. Gut welcher Werbetreibender sieht seine Werbung schon gern vor Videos radikal islamischer Terrorgruppen, bzw. gepaart mit Aufnahmen einer Leiche aus einem japanischen Suizidwald? Es klingt im ersten Moment surreal, aber ja auch sowas findet sich mit relativ wenig Gesuche auf Youtube … und das waren nur die „harmloseren“ Auswüchse. Youtube ist aber nun mal eine Plattform, welche auf Werbeeinnahmen angewiesen ist und damit war es logisch, dass sich hier etwas ändern werden müsse, was dann aber passierte, würgte bei mir endgültig die Kreativität ab.
Anfang 2018 erhielt ich die Meldung, dass mein Kanal von der Monetarisierung ausgeschlossen werden würde, wenn ich nicht Ende Februar über 1000 Abonenten und eine durchschnittliche Auslierferungszeit von 300 Stunden im Monat käme. Bedenkt man, dass ich 300 Abonenten hatte und 70 Stunden pro Monat ausgeliefert habe, war ich da nicht mal knapp dran. Da ich im Monat auch rund 1 USD verdient habe ist der wirtschaftliche Schaden gering bis nicht existent und ich kann gerne drauf verzichten.
Allerdings greift hier dann auch ein Mechanismus, der dafür sorgt, dass der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt. Sieht man von den beiden Serien ab, die ich aktiv in zwei Communityforen beworben habe, waren die meißten Besucher Streufeuer. Da ich nun aber nicht mehr monetarisieren konnte, brach dieses Streufeuer in sich zusammen und es blieben hier nur noch sage und schreibe 10% übrig.
Auch die Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der Youtube Content Creator kein echtes Interesse an Interaktion hat, sondern eh nur noch am senden ist, ging mein eigener Plan dann auch spektakulär den Bach runter.
Aber hier jetzt wirklich andere verantwortlich zu machen liegt mir auch nicht.
Im Gegenteil. Wäre ich bereit, regelmässig Werbung zu spammen, mich in Mainstreamtiteln zu ergehen und dabei Videos für kurze Aufmerksamkeitsspannen inklusive massiven Editings zu produzieren, hätte ich da sicher eine Möglichkeit gehabt, abr da immer einer oder mehrere dieser Punkte mir gegen den Strich gingen war da nichts zu wuppen.
Obendrein ergab sich das Problem, dass mein Hobby mehr und mehr in die Richtung von Arbeit driftete und spätestens dann ist bei mir der Punkt erreicht, wo ich mir ernsthaft überlege weiter zu machen und das war hier der Fall.
So habe ich diese Kommunikationsform auch hinter mich gebracht und mußte festellen, dass sie leider nichts taugt für meine Belange. Wenn ich jetzt mal so zurückblickr, waren die Chats und Foren der frühen 2000er immer noch das kommunikativste Medium, heute aber weitestgehend ausgestorben, was ziemlich schade ist.
Dennoch bin ich an diesem Thema unumwunden interessiert und ein Thema, welchem ich mich beizeiten gerne noch einmal widmen würde ist das Thema Podcast …. hier habe ich ja durchaus das eine oder andere Vorbild, die Frage ist eben, ob da jemand Interesse hätte in so ein Experiment einzusteigen.

Eine Sache die ich schon immer geliebt habe ist Musik jenseits des Mainstreams, und wenn etwas definitiv nicht Mainstream ist, dann ist es Psychodelic Rock vom Kamelrücken aus … einfach nur klasse, wenngleich ich echt überlege, wie die ihr Equipment sauber halten … kann man doch eigentlich vergessen.

Nachdem ich einer von zwei Gewinnern im Monat März war (war ein echt spannendes Kopf an Kopf rennen), durfte ich das Thema diesen Monat bestimmen, und habe mich für „Vergangene Schönheit“ entschieden. Trotz widriger Umstände ist mir der Screenshot dann hoffentlich doch ganz passabel gelungen 🙂

Lange Zeit waren hier die Lichter aus, aber nun ist wieder jemand zu Hause. Meinem kleinen Ausflug in die Youtubewelt hat Youtube dann selbst den Garaus gemacht und da will ich dann doch lieber künftig wieder der Herr im eigenen Haus sein.
So ganz ohne Gedankenoutlet klappt es dann doch nicht und so werde ich hier künftig eine wilde Sammelkiste meiner Gedanken auskippen, wie man es aus den bisherigen Jahren ja schon so kennt. Was neu sein wird ist, dass ich mich auch nicht davor scheuen werde den einen oder anderen Schnipsel zu posten, bzw. aus dem professionellen Nähkästchen zu plaudern und so dieses Potpurri der guten Laune abzurunden (Jeder der mich kennt, weiß, dass die Sache mit der guten Laune nicht stimmt).

Was ist aber passiert. Nun irgendwie hatte sich mein Blog 2014 ziemlich tot gelaufen und wenn es etwas gibt, was ich nicht so wirklich gerne mag, dann sind es Leichen im Keller (oder Internet). Ich hatte mittlerweile meinen Youtubekanal gelauncht und diesen bis vor wenigen Wochen betrieben. In dieser Zeit entstanden rund 1600 Videos, welche über 60000 mal angesehen wurden.
Dennoch ist so einen Kanal am Leben zu erhalten ein echtes Tagewerk und die sich verschlechternden äußeren Einflüsse, haben dann so langsam dafür gesorgt, dass ich hier nicht mehr weiter machen wollte.
Wenn man irgendwann soweit ist, dass sich ein Hobby wie ein Job anfühlt, sollte man noch mal scharf drüber nachdenken, ob man an der Stelle noch ganz klar in der Birne ist (dieser Tipp war gratis). Deswegen war es an der Stelle dann auch Zeit es gut sein zu lassen und den Regelbetrieb dort einzustellen. Wer dennoch mal schmökern gehen möchte kann das gerne HIER machen.
Wenn dann noch Youtube beikommt und dir jegliche Coverage verweigert und dann aber gleichzeitig nicht dagegen angeht, dass Video von an einem Baum baumelnden Leichen in die Trends kommen ist für mich dann irgendwann Schluß, und dieser Schlußstrich war sehr befreiend.
Da ich aber immer mal wieder gerne über die Dinge spreche, die mich so bewegen (und das vor allem gerne auch mit anderen), braucht es sowas wie den Blog um dafür zu sorgen, dass mir nicht irgendwann einfach das Hirn explodiert. Diese Welt ist voll vono spannenden Dingen, Sachen die mich aufregen und noch so vielen anderen Themen, dass so ein Blog auch langfristig eine Berechtigung hat.

Daher hoffe ich mal auf alte und neue Gesichter, die hier dann auch mal vorbeischauen und hier ein wenig ihrer Zeit mit mir teilen.

Im Moment ist die Lage so, dass ich noch gucke ob ich irgendwo einen alten Blogexport eingelagert habe. Sollte ich diesen finden, würde ich mal schauen, dass wir diesen wieder hier rein bekommen (sind ja doch ein paar Versionen von WordPress ins Land gegangen), und dann würde ich ein Best of der alten Artikel hier noch reinpumpen.

In diesem Sinne … Frohe Ostern und viel Spaß beim Eiersuchen 🙂